Mannheimer Morgen: Schön, dass Sonnenschutz nötig ist – und vorhanden

SCHRIESHEIM: Dr. Barbara Schenk-Zitsch-Stiftung spendet großen Schirm für das Waldschwimmbad

IEWS-Vorstand und Stifterin freuen sich über den neuen Schirm.

IEWS-Vorstand und Stifterin freuen sich über den neuen Schirm.

Jetzt können Familien mit kleinen Kindern im Waldschwimmbad unter einem riesigen Sonnenschirm angenehmen Schatten finden. Die Anschaffung des 2700 Euro teuren Gerätes war dank der Dr. Barbara Schenk-Zitsch-Stiftung möglich.
Es ist bewusst ein Schirm und kein Sonnensegel, denn von letzterem ist man inzwischen aus Sicherheitsgründen abgekommen, bemerkte der IEWS-Vorsitzende Bernd Doll und bedankte sich bei Stadträtin Dr. Barbara Schenk-Zitsch und ihrer Stiftung. Gleichwohl vergaß er bei dieser Gelegenheit nicht, gleich den Wunsch nach einem zweiten Sonnenschirm zu äußern.
Bei der Frage des Standortes hatten sich die Geister vor Ort geschieden, erzählte Bademeister Uwe Letz bei der offiziellen Übergabe, hatte doch jeder eine andere Präferenz. Als auch dies geklärt war, machten sich Gerhard Kling und Uwe Letz daran, für das Fundament des Schirms ein rund 80 Zentimeter tiefes Loch auszuheben, das mit einem Betonsockel gefüllt wurde, um dem Schirm die notwendige Standsicherheit zu geben. Das dafür nötige Material, zwei Kübel Beton, spendete die Firma Stefan Pfeifer. Und dass dieser schattige Platz auch gleich gut angenommen wurde, das beweisen die dicht an dicht liegenden Badegäste mit kleinen Kindern.
Die Sonnenstunden der letzten Tage haben dem Schwimmbad übrigens die ersehnten Besucher beschieden. Derzeit freut sich die IEWS über einer Mitgliederzahl von 5800 und besonders darüber, dass die bisherige Saison ihr gleich 168 neue beschert hat. greg
© Mannheimer Morgen, Freitag, 12.07.2013

Rhein-Neckar-Zeitung: Nicht nur Kinder sind froh über den Schattenspender

Spender und IEWS Vertreter gestern bei der Übergabe des Schirms

Spender und IEWS Vertreter gestern bei der Übergabe des Schirms

Dr.-Barbara-Schenk-Zitsch-Stiftung spendierte dem Waldschwimmbad einen großen Sonnenschirm für den Bereich am Kinderbecken 

Schriesheim. (sk) Die schattigen Plätze sind die, die im Schwimmbad immer als erste belegt sind. Besonders bei Familien mit Kindern sind sie sehr willkommen. Ihnen fehlten einige Lieblingsplätze, als vor zwei Jahren mehrere Schatten spendende Bäume im Waldschwimmbad gefällt wurden.

„Leider mussten wir die Bäume fällen, sie waren krank“, sagt Bernd Doll, Vorsitzender des Schwimmbad-Trägervereins IEWS (Initiative für die Erhaltung des Waldschwimmbads). Der Verein wollte den Schatten gerne „ersetzen“, weshalb Bademeister Uwe Leetz und Kassier Gerhard Kling über eine Lösung nachdachten. Der Plan, beim Kinderbecken ein Sonnensegel aufzubauen, wurde wieder verworfen, so Doll: „Zu unsicher, zu unflexibel.“

Die Wahl fiel auf einen „Gastronomie-Sonnenschirm“, den die Stiftung Dr. Barbara Schenk-Zitsch spendete. Beim Kauf des immerhin 2700 teuren Schirms kam ihr das Birkenauer Möbelhaus Jäger entgegen. „Weil er für einen guten Zweck ist, haben wir 200 Euro Rabatt bekommen“, erzählt Stiftungsvorsitzende Schenk-Zitsch gestern, als der Schirm offiziell übergeben wird.

Da haben sich bereits einige Familien in seinem Schatten niedergelassen, zeigt sich hier doch noch ein weiterer Vorteil:
Von dem Platz unterm Schirm hat man einen exklusiven Blick auf das Kinderbecken und kann den Nachwuchs gut im Auge behalten. Beim näheren Hinschauen fällt auf, dass der Schirm scheinbar ohne Fuß im Boden steckt. Tatsächlich hat er aber ein 80 Zentimeter tiefes Betonfundament.

Der Beton wurde von der Firma Stefan Pfeifer (Pfeifer Bau) gespendet, die die große Betonwanne kurzerhand mit einem Kran über den Zaun hob. In Schubkarren fuhren Leetz und Kling das Material dann ab und betonierten das Fundament. „Wir haben es etwas tiefer ausgehoben, und als der Beton dann ausgehärtet war, haben wir die Fläche einfach wieder mit der Grasnarbe abgedeckt“, erzählt Kling.
Doll ist begeistert vom Einsatz der Spender und Helfer. Seinem erklärten Ziel, den „Freizeitwert“ des Schwimmbads zu steigern, ist er mit diesem Schirm jedenfalls ein ganzes Stück näher gekommen.
(Rhein-Neckar-Zeitung 11.07.2013)

Mannheimer Morgen: Jetzt können sich die Tänzer beim Training beobachten

SCHRIESHEIM: Dr. Barbara Schenk-Zitsch-Stiftung spendet an den Turnverein Altenbach großen Spiegel für die Mehrzweckhalle

Begeistert bestaunen Tänzer, Spender und Vorstand den neuen Spiegel.

Begeistert bestaunen Tänzer, Spender und Vorstand den neuen Spiegel.

Vor einem großen dreiteiligen Spiegel stehen Mädchen in Dreierreihen und beobachten die tänzerischen Bewegungen ihres Trainers. Dass die neu gegründete Hip-Hop-Gruppe des Turnvereins Altenbach auf diese Weise ihre Bewegungen jetzt genau kontrollieren und somit insgesamt besser trainieren kann, das verdankt sie der Dr. Barbara Schenk-Zitsch-Stiftung, die den Spiegel im Wert von 1150 Euro dem Verein gestiftet hat.
Mit großem Interesse und hocherfreut verfolgten Spenderin und Vorstand des TV mit dem Vorsitzenden Christian Wolf an der Spitze, mit wie viel Eifer und Freude die Schüler ihrem Trainer Juan Jara-Rios folgten.
Die Idee, Hip-Hop als Angebot ins Programm des TV zu nehmen, kam von dem jungen Chilenen und passionierten Hip-Hop-Tänzer Jara-Rios, und Vereinschef Christian Wolf war davon sofort begeistert. „Der Kurs war auch gleich belegt“, berichtet er. Einziges Handicap dabei war, dass Tanzenlernen, ohne sich dabei selbst im Spiegel beobachten zu können, eher schwierig ist, da der Trainer die Übungen spiegelverkehrt vorführt. Ein Spiegel musste her. Einen in der Halle fest zu montieren, das wurde aber schnell verworfen. „Das wäre zu aufwendig gewesen“, erläutert Wolf.
Die Lösung fand sich in einem mobilen dreiteiligen Spiegel, dessen Kosten (über 1000 Euro) jedoch auch für einen so großen Verein wie den TV zu hoch waren. So wandte er sich an die Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Der Verein stellte einen Antrag, der denn auch genehmigt wurde. greg
© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 22.05.2013

Mannheimer Morgen: Werkbank für Kindergarten

SCHRIESHEIM: Schenk-Zitsch-Stiftung erfüllt einen Wunsch

Spendenübergabe: Dr. Barbara Schenk-Zitsch (Mitte) und Sohn Julian Zitsch bei der Übergabe der Werkbank im Kindergarten Wolkenschloss.

Spendenübergabe: Dr. Barbara Schenk-Zitsch (Mitte) und Sohn Julian Zitsch bei der Übergabe der Werkbank im Kindergarten Wolkenschloss.

Der Wunsch der Erzieherinnen vom Kindergarten Wolkenschloss, für ihre Schützlinge eine Werkbank anzuschaffen, stand bei ihnen auf der Wunschliste ganz oben. Und sie hatten auch eine genaue Vorstellung, wie diese Werkbank auszusehen hatte: Sie sollte nicht nur stabil, sondern auch abschließbar sein. Als im Sommer am Tag der offenen Tür die Stadträtin Dr. Barbara Schenk- Zitsch, die die gleichnamige Stiftung ins Leben gerufen hatte, um sozialen Einrichtungen ein „Sahnehäubchen“ zu gewähren, die Erzieherinnen nach ihrem Wunsch fragte, erbaten sie diese Werkbank.
Sie erhielten aus der Stiftung einen Betrag von 1200 Euro, und dieser reichte nicht nur für die Werkbank. Es konnten damit auch eine Turnbank, weitere Turngeräte und viele Sandspielzeuge für den Sommer angeschafft werden. Wie diese Werkbank aussieht und dass damit den Kleinen eine große Freude bereitet wurde, davon konnten sich Dr. Barbara Schenk- Zitsch und ihr Sohn Julian Zitsch, Mitglied des Stiftungsrates, selbst überzeugen.
Nachdem der Kindergarten Wolkenschloss zweigruppig wurde – er ist jetzt für 50 Kinder ab drei Jahren ausgelegt, derzeit besuchen ihn 34 Kinder, die bis 14 Uhr betreut werden – habe man einiges benötigt, informierte die stellvertretende Leiterin Heike Metz. Daher habe man sich vertrauensvoll an die Schenk-Zitsch-Stiftung gewandt. „Unter der Anleitung einer Erzieherin werden die Kinder an Arbeiten mit Holz behutsam herangeführt“, erläuterte sie und sie konnte auch bestätigen, dass an den handwerklichen Arbeiten nicht nur die Jungen eine große Freude haben. Für sie wichtig gewesen sei das Abschließen, werden dort doch die gefährlichen „Mordwerkzeuge“ wie Hammer und Sägen verstaut.
Die nächste Kreation aus Kinderhänden ist bereits in Planung. Pünktlich zu Ostern sollen Hühner aus Holz ausgeschnitten werden, die dann angemalt und mit einem Stock versehen sich als Dekoration für den Garten eignen. Das erste Stück wird dann Dr. Barbara Schenk-Zitsch erhalten, das wurde ihr fest versprochen. „Wir lassen uns Holzreste von den Baumärkten geben“, informierte Metz über die Herkunft der Holzplatten. Welche Einrichtung als nächstes von der Stiftung bedacht wird, darüber konnte und wollte die Stadträtin noch nicht sprechen. „Es gibt Anfragen, doch die müssten erst einmal vom Stiftungsrat geprüft werden“. Die 2005 gegründete Stiftung konnte bis dato fünf soziale Projekte unterstützen. greg
© Mannheimer Morgen, Samstag, 23.03.2013

Förderzusage für den TV Altenbach 1972 e.V.

Die Dr. Barbara Schenk-Zitsch Stiftung wird die Finanzierung eines fahrbaren Folienspiegels für die Hip-Hop Gruppe des TV Altenbach 1972 e.V. übernehmen und damit die Kinder- und Jugendarbeit des Vereines unterstützen. Ein Auszug aus dem Förderantrag:

„Seit Sommer 2012 hat der TV Altenbach 1972 e.V. ein neues Angebot für Kinder und Jugendliche im Programm: Hip Hop Dancing mit dem Profitänzer Juan Jara Rios aus Schriesheim. Hip Hop Dancing ist bei den Kindern und Jugendlichen sehr beliebt und die beiden Kurse sind immer sehr gut besucht. Es gibt zwei verschiede Kurse für 8 -12 jährige und 12 -18 jährige.

Da die Turnhalle in Altenbach leider nicht über einen Spiegel verfügt möchte der Verein gerne einen fahrbaren Pollopas-Folienspiegel für die Hip Hop Gruppe anschaffen. Der Spiegel ist ausklappbar und leicht zu bewegen.
Ein Spiegel ist unerlässlich beim Hip Hop Tanzen, um Choreografien einzustudieren und die gesamte Körperhaltung besser kontrollieren zu können.“

Der Verein wird den fahrbaren Spiegel in den nächsten Wochen anschaffen. Weitere Berichte folgen.

Rhein-Neckar-Zeitung: „Marmelade kochen für den guten Zweck“

Gutes tun (v. l.): Ingrid Gnade, Dr. Barbara Schenk-Zitsch, Gabriele Heer.

Gutes tun (v. l.): Ingrid Gnade, Dr. Barbara Schenk-Zitsch, Gabriele Heer.

Schriesheim: Wie viel Marmelade muss gekocht und verkauft werden, bis 500 Euro zusammenkommen? Diese Frage stellte sich gestern bei der Spendenübergabe von Gabriele Heer, Inhaberin des Obst- und Gemüseladens „Früchte und mehr“ in den Fensenbäumen, und ihrer Stammkundin Ingrid Gnade an die Dr. Barbara Schenk-Zitsch-Stiftung. Um die Frage zu beantworten: Es sind 400 Gläser gefüllt mit Erdbeermarmelade, aber auch mit Trauben- und Bratapfelgelee. Die jetzige Spende fließt in Projekte wie etwa Spielgeräte für den Kindergarten Wolkenschloss.

„Die Spenden werden nur für sinnvolle Dinge ausgegeben“, versicherte Dr. Barbara Schenk-Zitsch und dankte den beiden Damen für ihr Engagement. Gabriele Heer berichtet, dass sie die Marmeladen sogar bis nach Bayern „exportiert“. Ein zweiter Empfänger, den Ingrid Gnade unterstützt, ist übrigens die Heidelberger Herzchirurgie.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 02.02.2013

Mannheimer Morgen: „Obst und mehr hilft mit“

Schriesheim: Spende an die Schenk-Zitsch-Stiftung

Dr. Barbara Schenk-Zitsch (Mitte) freut sich über die Spende von Ingrid Gnade und Gabriele Heer.

Dr. Barbara Schenk-Zitsch (Mitte) freut sich über die Spende von Ingrid Gnade und Gabriele Heer.

„Gibt es auch in diesem Jahr wieder die gute Zahnarztmarmelade“, fragten die Kunden von „Obst und Mehr“ zu Beginn der Saison die Inhaberin Gabriele Heer. Denn der kleine aber feine Obst- und Gemüseladen bietet nicht nur frisches Obst und Gemüse an, sondern auch feine Whiskys, Öl und Essig und eben verschiedene Marmeladensorten, hergestellt in eigener Küche und ohne jegliche Zusätze.

Stammkundin Ingrid Gnade bereitet diese Spezialitäten zu, auf die die Kunden auch in diesem Jahr nicht verzichten wollten. Und so sammelte die Marmeladenköchin Früchte, erhielt reichliche Obstspenden von ihren Vereinsfreuden vom ASV Dossenheim und auch von der Geschäftsinhaberin. Eine Mühe, die sich lohnen sollte.

Dieser Tage konnten die beiden Damen der Dr. Barbara Schenk-Stiftung 600 Euro übergeben. Damit werden Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit unterstützt, die außerhalb kommunaler oder staatlicher Pflichtaufgaben fallen, und zwar in Schriesheim und in den Ortsteilen Altenbach und Ursenbach. So konnten die Pfadfinder sich über neue Jurte freuen, und auch die FJS-Stelle in der Jugendsozialarbeit wird dadurch finanziert.

Ingrid Gnade unterstützt mit dem Verkauf ihrer Marmelade auch die Stiftung Heidelberger Chirurgie. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt dort empfand sie große Dankbarkeit und fasste den Entschluss, künftig Spenden für die Herzchirurgie zu sammeln. So legte sie in Schriesheims Geschäften und Arztpraxen ihre Flyer mit der Bitte um eine Spende aus. So kam der Kontakt zu Stadträtin und Zahnärztin Dr. Schenk-Zitsch zustande.

Als Gnade erfuhr, dass die Zahnärztin eine Stiftung zu Gunsten Schriesheimer Kinder- und Jugendlichen ins Leben gerufen hatte, entschloss sie sich, auch hier zu helfen. Schließlich bleiben die Spenden hier am Ort, und man kann sehen, was mit den Geldern gemacht wird.

Eine eifrige Mitstreiterin fand sie in der Ladeninhaberin Gabriele Heer. „Die Obstspenden von Familie Heer werden ausschließlich für die Dr. Barbara Schenk-Zitsch-Stiftung verwendet, die Obstspenden meiner Vereinskameraden fließen in die Stiftung Heidelberger Chirurgie“, erläuterte die engagierte Marmeladeköchin. Dr. Schenk-Zitsch dankte den Spenderinnen. greg

Mannheimer Morgen 15. Dezember 2011

Mannheimer Morgen: „Im FSJ für die örtliche Jugend aktiv“

Schriesheim: Peter Kälberer unterstützt ein Jahr lang freiwillig die Jugendsozialarbeit

Nicola Klamer, Bürgermeister Höfer, FSJ-ler Peter Kälberer, Thomas Rufer und Dr. Barbara Schenk-Zitsch von der unterstützenden Stiftung.

Nicola Klamer, Bürgermeister Höfer, FSJ-ler Peter Kälberer, Thomas Rufer und Dr. Barbara Schenk-Zitsch von der unterstützenden Stiftung.

Nicht nur in Märchen und Träumen, auch in der Realität werden Wünsche manchmal wahr. Ein ganz großer Wunsch von Nicola Klamer, der scheidenden Schriesheimer Jugendsozialarbeiterin, war eine zweite Stelle. „Die Arbeit reicht eigentlich für fünf weitere Mitarbeiter“, beschreibt sie die Fülle der anfallenden Aufgaben. Doch eine weitere Stelle lässt das Budget der Stadt Schriesheim nicht zu.

Stadträtin Barbara Schenk-Zitsch (Grüne Liste) hatte mit ihrer Fraktion viele Jahre um die Stelle einer Jugendsozialarbeiterin gekämpft und war froh, als eine Halbtagsstelle geschaffen wurde, die dann in eine volle umgewandelt werden konnte. Der Wunsch der Jugendsozialarbeiterin nach einer Aufstockung ging an der Stadträtin nicht ungehört vorüber. Hatte sie doch eine Stiftung ins Leben gerufen, die Kinder- und Jugendarbeit in Schriesheim unterstützt. Sie setzte sich mit dem Stiftungsvorstand und dem Stiftungsrat zusammen, die dann mit einer Anschubfinanzierung die Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) möglich machte.

Die Gelder lagen bereit, fehlte nur noch ein geeigneter Bewerber. Dieser fand sich schließlich mit Peter Kälberer. In seiner Arbeit im Jugendgemeinderat ist er mit allen anfallenden Aufgaben vertraut und kennt als Schriesheimer auch alle Strukturen. „Ich wollte nach dem Abitur nicht gleich mit dem Studium beginnen“, berichtet er. Da er auf dem sozialen Gebiet bereits viele wertvolle Erfahrungen gemacht habe, wolle er diese gerne umsetzen und habe sich deshalb für ein FSJ entschieden. Dessen Träger ist das Wohlfahrtswerk in Mannheim, das auch für eine fünfwöchige Schulung sorgte.

„Er ist für mich eine ganz große Unterstützung“, versichert Nicola Klamer. Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit am 1. September wurde er in der Realschule mit dem Thema „Streitschlichtung“ und Ausbildung zum Streitschlichter betraut. Mit der Veranstaltung „Alkohol“, in Kooperation mit der Stadtbibliothek, hatte er gar einen so großen Erfolg, dass an ihn der Wunsch herangetragen wurde, dies in einem anderen Rahmen zu wiederholen.

Zum Ausruhen bleibt dem FSJ-ler keine Zeit. Schon steht die nächste Veranstaltung vor der Tür, die LAN- Party, die am 11. November in der Aula des Gymnasiums zum wiederholten Mal stattfindet und viele Freunde gefunden hat. Bürgermeister Hansjörg Höfer dankte der Stiftung für die Bereitstellung der Gelder, denn: „Politisch und finanziell ist eine zweite Stelle in der Jugendsozialarbeit nicht durchzusetzen.“ Und auch die Stiftung ist mit dieser Lösung mehr als zufrieden. Doch ob nach Jahresfrist nochmals Gelder zur Verfügung gestellt werden kann, das ist unklar.

„Wir werden dann erst einmal Bilanz ziehen“, sagte der Verwalter der Gelder, Thomas Rufer. Und diese wird – wie es jetzt aussieht – sehr positiv ausfallen. Bis zum Wintersemester wird Peter Kälberer sich weiter um die Belange der Schriesheimer Kids kümmern, bevor er dann ein Maschinenbau-Studium aufnimmt. „Nein, an einen sozialen Beruf habe ich nicht gedacht, ich will etwas Technisches machen“, bekennt der engagierte junge Mann freimütig. greg

Mannheimer Morgen 10. November 2011

Mannheimer Morgen: „Jugendarbeit erhält Verstärkung“

Schriesheim: Gemeinderat billigt einstimmig Antrag der Grünen auf Einrichtung einer Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Stadträtin Schenk-Zitsch finanziert mit ihrer Stiftung die erste FSJ-Stelle

Stadträtin Schenk-Zitsch finanziert mit ihrer Stiftung die erste FSJ-Stelle

Von unserem Redaktionsmitglied Konstantin Groß

Dass CDU-Fraktionschef Paul Stang die Grünen-Stadträtin Dr. Barbara Schenk-Zitsch lobt, das erlebt man nicht oft. Am Mittwoch Abend war es der Fall. Denn die Kommunalpolitikerin hatte nicht nur eine personelle Verstärkung der kommunalen Jugendsozialarbeit gefordert, sondern auch deren Finanzierung durch die von ihr gegründete Stiftung für ein komplettes Jahr zugesagt.

„Diese Initiative soll die Jugendsozialarbeit in Schriesheim voran bringen“, hatte sie zuvor argumentiert. Auf Grund der Vielzahl von Aufgaben könne bislang nicht alles Notwendige erledigt werden. Die Ausstattung sei zudem schwächer als in Umlandgemeinden. Dossenheim und Ladenburg hätten zwei Stellen, Edingen-Neckarhausen anderthalb, Heddesheim und Hirschberg eine – zuzüglich FSJ-Stelle. Eine solche wünschte sie sich für Schriesheim und sagte zu, die Kosten für ein Jahr in Höhe von 9000 Euro durch die von ihr gegründete Stiftung zu übernehmen. Nach einem Jahr könne der Gemeinderat Bilanz ziehen und entscheiden, ob und wie es weitergeht.

„Selbstverständlich stimmen wir zu“, meinte Paul Stang zum Grünen-Antrag und verwies auf die guten Erfahrungen, die mit einem FSJ’ler in der Volkshochschule gemacht worden seien. Allerdings verwies er auch auf die Befristung auf ein Jahr – ebenso wie sein Kollege Dr. Herbert Kraus von den Freien Wählern.

Dieser deutete bereits an, welche Fragestellungen sich dann bezüglich der Verlängerung der Stelle ergeben werden: „Falls kein anderer Geldgeber gefunden wird, werden wir uns schwer tun, der Weiterführung zuzustimmen“, sagte Kraus voraus.

Die Notwendigkeit der Stelle unterstrich SPD-Ortsvereinschef Sebastian Cuny mit dem Hinweis, die kommunale Jugendarbeit müsse derzeit auch Schulsozialarbeit leisten, die eigentlich Aufgabe des Landes sei, das sich bislang davor gedrückt habe: „Es besteht Hoffnung, dass sich künftig eine Besserung ergibt“, formulierte Cuny unter Anspielung auf den jüngsten Regierungswechsel und erntete damit von CDU und Freien Wählern Missfallensäußerungen und Gelächter.

Nach Cunys Vorstellungen sollte die Stelle durch einen „Mann mit Standing“ besetzt werden, damit auch Jungs eine Bezugsperson haben. Er warnte aber vor allzu großen Erwartungen: „Er bleibt eine Hilfskraft, die einen ausgebildeten Sozialpädagogen nicht ersetzen kann.“

Die Finanzierung durch die Stiftung sah Wolfgang Renkenberger (FDP) als guten Weg „in Zeiten privaten Reichtums und öffentlicher Armut“. Wie seine Kollegen, so stimmte auch der Liberale der Einrichtung dieser Stelle „gerne“ zu.

Mannheimer Morgen 27. Mai 2011

Rhein-Neckar-Zeitung: „Ein Meilenstein für die Jugendarbeit“

Gemeinderat begrüßt einhellig die FSJ-Stelle zur Verstärkung von Jugendsozialarbeiterin Klamer.

Schriesheim. (cab) Jugendsozialarbeiterin Nicola Klamer freut sich auf die Verstärkung. Dadurch, dass der Gemeinderat am Mittwoch einstimmig die Stelle eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) für die städtische Jugendarbeit billigte, sei vieles einfacher zu planen und zu organisieren.

Der Antrag für das FSJ kam von den Grünen. Fraktionsmitglied Dr. Barbara Schenk-Zitsch, deren Stiftung die Kosten für das FSJ in Höhe von 9000 Euro im ersten Jahr finanziert, sah bessere Chancen etwa für die mobile Jugendarbeit, für neue Angebote schon für Kinder ab acht Jahren sowie für die Pflege des Internetauftritts: „Jedem musste klar sein, dass eine Person alleine nicht alle Auf- gaben bewältigen kann“, verwies Schenk-Zitsch auf Klamers jüngsten Bericht zur Schriesheimer Jugendarbeit. Doch die Stadt hat finanziell keine Spielräume.
Daher springt die Stiftung ein. Diese soll aber ebenso wie der Gemeinderat nach einem Jahr prüfen, wie sich das FSJ bewährt und wie es damit weitergehen soll. Für Schenk-Zitsch stand jedenfalls fest, dass das FSJ „ein Meilenstein“ für Schriesheims Jugendsozialarbeit ist – zumal die Nachbargemeinden in diesem Aufgabenfeld personell viel besser ausgestattet seien.
Der Dank der anderen Fraktionen war Schenk-Zitsch sicher. An der VHS mache man zudem gute Erfahrungen mit der dortigen FSJ-Stelle, wie CDU-Fraktionschef Paul Stang anmerkte. Dr. Herbert Kraus (FW) wies darauf hin, dass das FSJ nicht bei der Stadt angesiedelt sei, sondern beim Wohlfahrtwerk Baden-Württemberg, dem Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres. Die Stadt fungiert lediglich als Einsatzstelle. Für ein Jahr könnten auch die Freien Wähler zustimmen, zumal die Stiftung für die Finanzierung aufkomme. Darüber hinaus tue man sich mit Blick auf die städtische Finanzlage damit sicher schwer, so Kraus.
Dass Jugendsozialarbeit eigentlich Sache des Landes und nicht der Stadt sei, bemerkte Sebastian Cuny (SPD): „Die Hoffnung, dass das Land hier seiner Pflicht nachkommt, ist seit März größer geworden“, spielte Cuny auf die neue grün-rote Landesregierung an. Dafür gab es Gelächter im Ratssaal. Cuny empfahl die Einstellung eines männlichen FSJ-Bewerbers, damit auch Jungs eine Bezugsperson hätten. Bei aller Euphorie müsse klar sein, so der SPD-Stadtrat, dass das FSJ keinen Sozialpädagogen ersetzen könne.
„Das ist heute ein Anfang“, erwiderte Wolfgang Renkenberger (FDP) und hoffte danach auf einen Ausbau der Jugendsozialarbeit.

(RNZ 27.05.2011)