Rhein-Neckar-Zeitung: Nicht nur Kinder sind froh über den Schattenspender

Spender und IEWS Vertreter gestern bei der Übergabe des Schirms

Spender und IEWS Vertreter gestern bei der Übergabe des Schirms

Dr.-Barbara-Schenk-Zitsch-Stiftung spendierte dem Waldschwimmbad einen großen Sonnenschirm für den Bereich am Kinderbecken 

Schriesheim. (sk) Die schattigen Plätze sind die, die im Schwimmbad immer als erste belegt sind. Besonders bei Familien mit Kindern sind sie sehr willkommen. Ihnen fehlten einige Lieblingsplätze, als vor zwei Jahren mehrere Schatten spendende Bäume im Waldschwimmbad gefällt wurden.

„Leider mussten wir die Bäume fällen, sie waren krank“, sagt Bernd Doll, Vorsitzender des Schwimmbad-Trägervereins IEWS (Initiative für die Erhaltung des Waldschwimmbads). Der Verein wollte den Schatten gerne „ersetzen“, weshalb Bademeister Uwe Leetz und Kassier Gerhard Kling über eine Lösung nachdachten. Der Plan, beim Kinderbecken ein Sonnensegel aufzubauen, wurde wieder verworfen, so Doll: „Zu unsicher, zu unflexibel.“

Die Wahl fiel auf einen „Gastronomie-Sonnenschirm“, den die Stiftung Dr. Barbara Schenk-Zitsch spendete. Beim Kauf des immerhin 2700 teuren Schirms kam ihr das Birkenauer Möbelhaus Jäger entgegen. „Weil er für einen guten Zweck ist, haben wir 200 Euro Rabatt bekommen“, erzählt Stiftungsvorsitzende Schenk-Zitsch gestern, als der Schirm offiziell übergeben wird.

Da haben sich bereits einige Familien in seinem Schatten niedergelassen, zeigt sich hier doch noch ein weiterer Vorteil:
Von dem Platz unterm Schirm hat man einen exklusiven Blick auf das Kinderbecken und kann den Nachwuchs gut im Auge behalten. Beim näheren Hinschauen fällt auf, dass der Schirm scheinbar ohne Fuß im Boden steckt. Tatsächlich hat er aber ein 80 Zentimeter tiefes Betonfundament.

Der Beton wurde von der Firma Stefan Pfeifer (Pfeifer Bau) gespendet, die die große Betonwanne kurzerhand mit einem Kran über den Zaun hob. In Schubkarren fuhren Leetz und Kling das Material dann ab und betonierten das Fundament. „Wir haben es etwas tiefer ausgehoben, und als der Beton dann ausgehärtet war, haben wir die Fläche einfach wieder mit der Grasnarbe abgedeckt“, erzählt Kling.
Doll ist begeistert vom Einsatz der Spender und Helfer. Seinem erklärten Ziel, den „Freizeitwert“ des Schwimmbads zu steigern, ist er mit diesem Schirm jedenfalls ein ganzes Stück näher gekommen.
(Rhein-Neckar-Zeitung 11.07.2013)

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